13.02.2020 20:21

Zeremonie der anderen Art

Warum Peshmerga-Kämpfer in Tiere beissen

Bilder aus dem Nordosten des Irak zeigen Kämpfer der militärischen Einheiten der irakischen Kurden bei einem seltsamen Ritual.

von
dmo
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Gemeinsam mit einem männlichen Kollegen ...

(Bild: epa/Gailan Haji)

... beisst eine Peshmerga-Kämpferin in eine Schlange.

(Bild: Reuters/Azad Lashkari)

Auch in einen toten Hasen wurden die Zähne gerammt.

(Bild: epa/Gailan Haji)

Zur Zeremonie gehörte auch ...

(Bild: Azad Lashkari)

... das Robben durch den Schlamm, ...

(Bild: Azad Lashkari)

... oder das Bad in eiskaltem Wasser.

(Bild: Gailan Haji)

Die Bilder stammen aus Soran im Nordosten des Irak.

(Bild: Google Maps)

Bilder aus Soran, in der Autonomen Region Kurdistan im Nordosten des Irak, zeigen Männer und Frauen, die in Hasen und Schlangen beissen. Es handelt sich dabei um ein Ritual einer militärischen Zeremonie vom 12. Februar. Bei diesem demonstrierten die Peshmerga, was übersetzt so viel heisst wie «die dem Tod ins Gesicht sehen», ihren Willen und zeigten ihre Stärke. Die Frauen wurden dabei zu Offizierinnen ernannt.

Bei den Peshmerga handelt es sich um die militärischen Einheiten der irakischen Kurden. Sie waren in der Geschichte vor allem bekannt als Widerstandskämpfer in den Bergen, verwandelten sich aber seit dem IS-Vormarsch mehr und mehr in eine Armee der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak. Die Peshmerga erhalten Waffen aus Deutschland und anderen Ländern. Bundeswehr und weitere Armeen bilden sie zudem aus.

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