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27.03.2020 09:26

Coiffeursalons zu

So schneidest und pflegst du deine Haare jetzt selber

Rausgewachsene Farbe, Spliss und zu langer Pony: Unseren Frisuren ist die Quarantäne egal. Eine Hairstylistin sagt, worauf du achten musst.

von
gss

Willst du die Zeit daheim nutzen, um deine Haare einmal selber zu schneiden oder deinen Ansatz zu färben? Bevor du loslegst, solltest du diese Tipps beachten:

Das richtige Werkzeug

Für Kurzhaarschnitte lohnt es sich, eine Haarschneidemaschine zu bestellen. Diese hilft dir, einen sauberen Schnitt hinzubekommen. Für lange Haare tut es auch eine gut geschliffene Küchenschere. Wer aber vorhat, ab sofort regelmässig daheim die Haare zu schneiden, oder sonst Lust hat, sich etwas Gutes zu tun, ist mit einer richtigen Haarschere besser dran.

Gut frottiert ist die halbe Miete

Die Haare sollten frisch gewaschen und gut abgetrocknet sein, um einen schönen Schnitt hinzubekommen. Verwende am besten eine Haarmaske oder einen Conditioner, damit die Haare gut kämmbar sind und besser fallen.

Kurze Haare: Zwei Ideen

Das Deckhaar länger, Seite und Nacken kürzer: Etwa 80 Prozent der männlichen Bevölkerung tragen gemäss Nora diesen Haarschnitt. Den Männern und allen Frauen, die ebenfalls diesen Cut bevorzugen, empfiehlt sie, mit einer Haarschneidemaschine zu arbeiten. Eine gute Anleitung für diesen Schnitt findest du im Video oben.

Das ist dir zu kompliziert? Jetzt ist vielleicht der Moment, um einen Millimeterschnitt auszuprobieren. Denn mal ehrlich: Wann gibt es eine bessere Testphase, als wenn du einfach daheim chillen kannst und dich niemand sieht? Tipp bei Bürstenschnitten: Fange mit der Haarschneidemaschine immer mit einem höheren Aufsatz (z. B. 16 Millimeter) an. Du kannst dich danach immer noch an einen kürzeren Schnitt wagen.

Lange Haare: Spitzen schneiden

Du hast keine Mitbewohnerin oder keinen Mitbewohner, die dir jetzt helfen können? Diesen Haarschnitt schaffst du ganz allein: Ziehe einen Mittelscheitel und kämme die Haare rechts und links nach vorne über die Schultern. Nimm die Haare von beiden Seiten unter dem Kinn zusammen und binde sie mit einem Haargummi fest. Nun schneidest du die Spitzen ein bis zwei Zentimeter. Tipp: Achte auf eine gerade Gesichtshaltung und versuche, stillzuhalten, während du die Spitzen durchschneidest.

Pony nachschneiden

Deinen Pony schneidest du am besten im trockenen Zustand nach. Nass zieht sich das Haar ein wenig hoch, was den Ponyschnitt kürzer machen würde, als du ihn geplant hast. Style also deinen Pony wie gewohnt (auch mit Streckeisen, falls du ihn normalerweise glättest) und nimm die anderen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen. Halbiere nun den Pony, einen Teil steckst du nach hinten weg. Den anderen Teil hältst du zwischen zwei Fingern fest und schneidest von der Mitte (der Nase) zur Seite (zum Ohr) und dann vom Ohr wieder zur Mitte. Nun wiederholst du das Ganze beim zweiten Teil, bevor du alles durchkämmst und nachkorrigierst.

Rausgewachsene Farbe

Dein Ansatz wächst langsam heraus und die Läden haben zu? Keine Angst: Viele Hairstylisten bieten Telefonberatungen an und schicken dir deine Farbe nach Hause – mit Pinsel und Anleitung. Tipp: Wer viele Haare hat und nur das Nötigste kaschieren will, zum Beispiel ein grauer Ansatz, kann sich an diese Regel halten: Der Scheitel und die Konturen vorne sind das Wichtigste beim Nachfärben!

Keine Experimente, lieber Pflege!

Wage jetzt aus der Langeweile heraus keine zu verrückten Farb- und Schnittexperimente. Nutze die Zeit und Kreativität lieber für gute Pflege, gönne deinen Haaren eine Föhn- und Stylingpause und verwende dafür Masken und Öle (das gilt übrigens auch für Männer).

Du willst noch mehr Tipps, wie du deine Haare daheim in den Griff bekommst? Die findest du bei Friday Magazine.

Nora Qarri (35) ist Geschäftsführerin des Coiffeurgeschäfts Ghel in Zürich. Sie beantwortet deine Fragen zum Thema Haareschneiden auf Instagram:

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