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26.03.2020 16:11

«Leben sind wichtiger»

Olympia-Küken rührt mit Verständnis für Absage

Die erst elfjährige Skateboarderin Sky Brown hätte die jüngste britische Olympia-Teilnehmerin der Geschichte werden können.

von
lai

«Ja, die Olympischen Spiele in Tokio wären mein grösster Traum gewesen. Und ja, ich wollte die jüngste Athletin der Geschichte aus Grossbritannien sein», sagt Sky Brown. Und doch hat die junge Skateboarderin riesiges Verständnis für die Olympia-Verschiebung.

Im Sommer in Tokio hätte die Elfjährige die jüngste britische Teilnehmerin aller Zeiten werden können und gleichzeitig auch die jüngste Olympionikin seit 80 Jahren.

In einem Instagram-Video, das das Ausnahmetalent mit ihren fast 500'000 Followern teilte, zeigt sie aber viel Reife und Mitgefühl. «Verglichen mit den Menschenleben, die auf dem Spiel stehen, ist das alles nicht wichtig. Und die Spiele sind ja nur verschoben», sagt die englisch-japanische Doppelbürgerin. Jetzt werde die Reise halt etwas länger und man habe Zeit, noch besser zu werden.

Sky Brown verblüfft die Skateboard-Welt mit ihren Leistungen: Sie gewann bereits Bronze an der WM 2019, wurde Fünfte an den X-Games und machte sich zur ersten Frau, die jemals einen «Frontside 540» stehen konnte.

Jetzt, da die Spiele verschoben wurden, besteht die Gefahr, dass sie vielleicht doch nicht zur jüngsten britischen Teilnehmerin an Sommerspielen wird. Die bisherige Rekordhalterin, Schwimmerin Margery Hinten im 1928, war beim Startschuss der damaligen Spiele 13 Jahre und 34 Tage alt. Sky Brown wird erst am 12. Juli 2021 ihren 13. Geburtstag feiern. Finden die Spiele nicht um einiges später statt, könnte das Nachwuchstalent trotz der Verschiebung einen Rekord aufstellen.

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