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Tessiner Senioren dürfen nur bis 10 Uhr einkaufen

In der Schweiz werden täglich neue Corona-Infektionen gemeldet. Alle News dazu im Ticker.

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8. April
8. April

Appenzell Innerrhoden beschränkt den Zugang zum Alpstein. Die Parkplätze dürfen nur zu 80 Prozent belegt werden.

Keystone
8. April
8. April

Lebensversicherer Swiss Life gewährt Kleinstunternehmen und Selbständigerwerbenden Mietzinsreduktionen, sofern sie von den Massnahmen aufgrund der Corona-Krise betroffen sind.

Keystone
7. April
7. April

Die Schaffhauser Regierung übernimmt die Kontrolle über alle Spitäler im Kanton, auch über private.

Kantonsspital Schaffhausen

  • Mittlerweile gibt es in der Schweiz 22'789 Corona-Fälle. (Stand 8. April 2020)
  • 842 Personen sind infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. (Stand 8. April 2020)
  • Die Polizei verteilt Bussen an Personen, die sich nicht an die Anweisungen des Bundes halten.
  • Swiss Life gewährt Mietzinsreduktionen an Kleinunternehmer und Selbständige.
  • Kantone und Städte schliessen Ausflugsziele über Ostern.

Mittwoch, 8.4.2020

Senioren sollen frühmorgens einkaufen

Im Rahmen der Verlängerung des Notstands bis zum 19. April hat der Tessiner Regierungsrat seine Massnahmen angepasst.
Unter anderem führt die Regierung ein sogenanntes Einkaufsfenster für Personen über 65 Jahre ein. Diese sollen jeweils am Vormittag vor 10 Uhr Lebensmittel einkaufen können.

Der Regierungsrat ruft die Bevölkerung dazu auf, während dieser Zeitspanne die Lebensmittelläden und Supermärkte der älteren Bevölkerung zu überlassen und später einzukaufen. Das Einkaufsfenster gilt auch für jüngere Menschen, die einer Risikogruppe angehören.

Zudem hält die Regierung fest, dass es erlaubt sei, sich im Freien zu bewegen - jedoch ausschliesslich unter Einhaltung der verhängten Hygiene- und Distanzmassnahmen. Die Bevölkerung wird gebeten, keine Risikosportarten auszuüben, denn Unfälle würden das Tessiner Gesundheitssystem zusätzlich belasten.

Überdies hält die Regierung in einem neuen Dekret fest, dass es ausserhalb den eigenen vier Wänden verboten sei, sich in Gruppen von mehr als fünf Personen aufzuhalten.

Die Baustellen bleiben im Südkanton bis zum 19. April geschlossen. Industriebetriebe, deren Produktion weder Lebensmittel noch pharmazeutische Produkte umfassen, können beim kantonalen Führungsstab ein Gesuch um Aufnahme eines reduzierten Betriebs einreichen.

Massnahmen bis 26. April

Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus werden um eine Woche bis am 26. April verlängert. Danach sollen sie aber schrittweise gelockert werden. Das hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen. Über die Etappen der Lockerung will er nächste Woche entscheiden.

Die Covid-19-Epidemie habe sich in der Schweiz stark ausgebreitet, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Die Geschwindigkeit der Ausbreitung habe in den vergangenen Tagen allerdings deutlich abgenommen. Die Massnahmen zur Bekämpfung des Virus würden gut umgesetzt und zeigten Wirkung.

Aufgrund dieser epidemiologischen Entwicklung und gestützt auf Empfehlungen der Wissenschaft, verlängert der Bundesrat die Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie um eine Woche. Noch vor Ende des Monats sollen die Massnahmen vorsichtig und schrittweise gelockert werden.

Als Kriterien für die Lockerung nennt der Bundesrat die Anzahl der Neuinfektionen, der Spitaleinweisungen und der Todesfälle. Zudem sei entscheidend, wie gut die Massnahmen zum Abstandhalten und zur Hygiene eingehalten und grössere Ansammlungen von Menschen vermieden werden könnten. Über die Etappen der Lockerung werde der Bundesrat an seiner nächsten Sitzung vom 16. April entscheiden.

Tessiner Gemeinden schliessen Erholungszonen

In den letzten Tagen hätten allzu viele Personen die verhängten Massnahmen missachtet - jetzt schliesst die Gemeinde Losone Erholungszonen und sperrt Parkplätze. Auch die Stadt Lugano hat Pärke und Spazierzonen am See abgesperrt.

Grund für die Sperrung seien zahlreiche Verstosse gegen das sogenannte «social distancing», schreibt die Gemeinde Losone in einer Mitteilung am Mittwochnachmittag. Ebenso missachtet würde die Vorgabe, sich in Gruppen von maximal fünf Personen aufzuhalten. Mit den ergriffenen Massnahmen wolle die Gemeinde die Gesundheit der Bevölkerung schützen, heisst es im Schreiben.

Unter anderem hat die Gemeinde die beliebte Grünzone am Ufer der Maggia gesperrt. Diese gehört zu den meistfrequentierten der Region Locarno, wie die Gemeinde festhält. Zudem müssten Hunde ab sofort an der Leine geführt werden.

Gemäss Informationen der Tessiner Stabsstelle haben weitere Gemeinden im Kanton Tessin in den letzten Tagen zu ähnlichen Massnahmen gegriffen. Unter anderem hat die Stadt Lugano einige seiner beliebtesten Spazierzonen geschlossen, darunter den Park Villa Castagnola und die Lanchetta.

Hofmann aus Spital entlassen

Der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann ist nach der Infektion mit dem Coronavirus am Dienstag aus dem Spital entlassen worden. Der geschwächte 63-jährige Justiz- und Polizeidirektor befand sich seit Freitag in Spitalpflege.

Hofmann gehe es deutlich besser, teilte die Staatskanzlei Aargau am Mittwoch mit. Er befinde sich jedoch nach wie vor in einem Genesungsprozess.

Regierungsrat Jean-Pierre Gallati führt bis zur vollständigen Genesung von Hofmann weiterhin dessen Departement Volkswirtschaft und Inneres. Damit ist die Regierungstätigkeit gemäss Staatskanzlei gewährleistet.

Bereits wieder auf den Beinen ist Finanzdirektor Markus Dieth, der sich ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert hatte. Er befand sich 16 Tage in Quarantäne.

Tests mit Ebola-Medikament

Der US-Biotech-Konzern Gilead Sciences testet in drei Zentren in der Schweiz die Wirkung des Medikaments Remdesivir zur Behandlung von Covid-19-Infektionen. Dies hat das Unternehmen am Mittwoch bekannt gegeben. Die Prüfzentren befinden sich im Regionalkrankenhaus Locarno, am Unispital Genf und am Unispital Zürich. Alle drei Zentren hätten rasch mit der Patientenrekrutierung begonnen, heisst es in der Mitteilung.

Remdesivir gilt als potenzielles Medikament gegen die Covid-19-Erkrankung. Es verfügt jedoch weltweit noch in keinem Land über eine Lizenz oder eine Zulassung. «Diese klinischen Studien werden dazu beitragen, in den kommenden Wochen wichtige Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments zu sammeln», lässt sich Christophe Griolet, General Manager von Gilead Sciences Switzerland Sàrl, in der Mitteilung zitieren.

Remdesivir wurde von Gilead entwickelt. Das Mittel wurde bereits gegen die Ebola-, Mers- und Sars-Erreger eingesetzt. Mers und Sars gehören ebenfalls zu den Coronaviren mit einer ähnlichen Struktur wie Sars-CoV-2, das Covid-19 verursacht.

Zürcher Stadtrat appelliert an Bevölkerung

Der Zürcher Stadtrat hat sich in einer Videobotschaft an die Bevölkerung der Stadt, aber auch an jene in der Umgebung gewandt. Zürcherinnen und Zürcher sollen über Ostern zu Hause bleiben, Auswärtige nicht in die Stadt kommen, hiess es.

Die Stadtpolizei Zürich habe öffentliche Flächen gesperrt und interveniere, wenn sich zu viele Menschen an einem Ort aufhielten. «Die Polizei macht das nicht gern, sondern weil die Sicherheit aller jetzt wichtiger ist als die Lust einzelner», sagt Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) in der Videobotschaft.

Corona-Station für Obdachlose in Zürich

Die Stadt Zürich eröffnet zusammen mit privaten Hilfswerken eine Covid-19-Station für Obdachlose und Drogenabhängige. Dort werden Verdachtsfälle und Menschen mit mildem Krankheitsverlauf behandelt.

Die meisten Angebote der Wohn- und Obdachlosenhilfe in Zürich sind nicht für Verdachtsfälle oder Infizierte eingerichtet. Die Isolationsvorgaben des Bundes können nicht eingehalten werden, da es sich meist um Unterkünfte mit gemeinsam genutzten Sanitäranlagen, Küchen und Aufenthaltsräumen handelt.

Zudem gehört die Pflege von Corona-Infizierten nicht zu den Kompetenzen dieser Mitarbeitenden. Die Stadt eröffnet deshalb am Donnerstag zusammen mit privaten Einrichtungen ein temporäres Isolationsangebot.

Die Corona-Station an der Birmensdorferstrasse bietet insgesamt 21 Plätze. Vier für Verdachtsfälle und 17 für positiv getestete, milde Fälle. Personen mit schweren Krankheitsverläufen oder erhöhtem Pflegebedarf werden ins Spital gebracht.

«Wenig kulante» öV-Entschädigung

Der Konsumentenschutz ist grundsätzlich erfreut über die Entschädigung für einen Teil der Abo-Besitzer im öffentlichen Verkehr (öV). Leider sei die von Alliance Swisspass präsentierte Lösung aber «wenig kulant» und «sehr kompliziert».

Man habe Verständnis dafür, dass es angesichts des Zeitdrucks und des komplexen Systems des öV eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen sei, eine Entschädigungslösung für die verschiedenen Abos abzusprechen, schreibt die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) am Mittwoch in einer Mitteilung. Für eine Reihe von Abos lägen nun Lösungen vor, die den Konsumenten entgegenkämen.

«Wir bedauern jedoch, dass sich der öffentliche Verkehr auf eine relativ komplexe und auch lückenhafte Lösung geeinigt hat», lässt sich SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder in der Mitteilung zitieren. Die zugesagten Entschädigungen enthielten Einschränkungen und die komplexe Regelung werde bei den Kunden viele Fragen aufwerfen. Auch die Administration der verschiedenen öV-Anbieter werde so unnötig belastet.

Leider seien ein paar konsumentenfreundliche Punkte nicht berücksichtigt worden, auf die der SKS im Kontakt mit Alliance Swisspass hingewirkt habe. Eine Reihe von Kunden gingen nun vollständig leer aus, namentlich die Besitzer eines Halbtaxabos oder eines Ausflugsabos.

Pro Bahn, die Interessenvertretung der öV-Kunden, befürchtet bei aller Anerkennung für die Massnahmen, dass diese trotz allem nicht genügen könnten. Eine Kündigungswelle bei den Jahres-Abos müsse auf jeden Fall verhindert werden, heisst es in einer Mitteilung. Wenn dies nicht gelinge, werde das gesamte öV-System der Schweiz stark und auf lange Sicht geschwächt.

Deshalb müssten die Kulanztage von 15 auf 30 Tage erhöht und die entsprechenden Mehrkosten vom Bund getragen werden, so die Forderung von Pro Bahn. Die Schweiz sei auf einen leistungsfähigen öV angewiesen, um den drohenden Kollaps auf der Strasse zu verhindern und die Klima-Ziele zu erreichen.

Luzern in Sorge wegen Ostern

Der Luzerner Stadtrat befürchtet, dass an Ostern und in den anschliessenden Schulferien die Bevölkerung die Massnahmen gegen die Coronapandemie auf die leichte Schulter nehmen könnte. Mit Plakaten und Appellen versucht er deswegen, Menschenansammlungen zu verhindern.

Die Stadt teilte am Mittwoch mit, die Sperrung der Flanierzonen rund um das Seebecken habe sich bewährt. Die Vorgaben und Verhaltensregeln der Behörden würden grösstenteils gut eingehalten. Auf einzelnen Plätzen gebe es aber immer noch unerwünschte Menschenansammlungen. In diesen sei es schlicht nicht möglich, den zur Verhinderung von Corona-Ansteckungen nötigen Abstand einzuhalten.

Der Stadtrat blickt deswegen nach eigenen Angaben mit Sorge auf die Ostern- und Ferienzeit. Er entschied, dass der Quai von der Stadt bis zum Lido gesperrt bleibt, genauso wie der Europaplatz und das Inseli. Zudem wird der Bahnhofplatz mit baulichen Massnahmen so verändert, dass er zum Verweilen unattraktiver wird.

Auf Plätzen, an denen sich Menschenansammlungen bilden könnten, stellt die Stadt zusätzliche Plakate hin. Diese würden die Passanten dazu auffordern, weiterzugehen, falls es bereits viele Menschen auf dem Platz habe. Ferner werde die Polizei das Einhalten der Massnahmen mit zusätzlichen Patrouillen überprüfen.

Der Stadtrat ruft zudem seine Bevölkerung auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Auswärtige bittet er, nicht in die Stadt zu kommen.

Zug erleichtert Online-Steuererklärung

Mehr Zuger sollen in Zeiten der Coronapandemie ihre Steuererklärung online einreichen. Die Kantonsregierung verzichtet daher auf vorgängige Registrierung und elektronische Unterschrift.

Künftig genüge es bei der Online-Einreichung die auf dem Steuererklärungsformular aufgedruckte Personennummer und die Geschäftsfall-Nummer einzugeben. Die vereinfachte Einreichung könne ab sofort genutzt werden und stehe auch in den kommenden Jahren zur Verfügung, teilte die Finanzdirektion am Mittwoch mit.

Strassensperren in Bern?

Der Kanton Bern ruft die Bevölkerung dazu auf, an Ostern auf Ausfahrten mit Auto oder Töff zu verzichten. Sollte es zu einer «grösseren Verkehrsdichte» kommen, könnten einzelne touristische Strassenabschnitte kurzfristig gesperrt werden.

Auch bei grosser Vorsicht sei es an stark frequentierten Orten schwierig, die Distanzregeln einzuhalten, teilte das Kantonale Führungsorgan am Mittwoch mit. Der propagierte Verzicht auf Ausfahrten gelte insbesondere auch für Reisen an nahegelegene Ausflugsorte.

Zwar blieben die Strassen zu den Ausflugsorten grundsätzlich offen, namentlich für die Anwohnerinnen und Anwohner. Bei grossem Personenaufkommen behalten sich die Behörden aber vor, Strassenabschnitte kurzfristig zu sperren.

Laut Communiqué haben verschiedene Gemeinden den Zugang an besonders exponierte Orten bereits eingeschränkt, so zum Beispiel an der Uferstrasse entlang des Brienzersees oder die Zufahrt zum Bantiger bei Bern.

Die Kantonspolizei werde das Einhalten der Vorschriften des Bundes mit vermehrter Präsenz überprüfen, hiess es weiter. Bei Verstössen würden Bussen verteilt.

22'789 Infizierte in der Schweiz

In der Schweiz ist die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen innerhalb eines Tages um 547 auf 22'789 Fälle gestiegen. Die Abflachung der Infektionskurve bestätigt sich.

Die Zahl Neuinfizierter liegt am Mittwoch am dritten Tag in Folge unter 600 (Montag: 552, Dienstag: 590). Nach täglich rund 1000 neu gemeldeten Covid-19-Fälle in den vergangenen Wochen, scheint die Kurve der Infizierten in der Schweiz damit abzuflachen. Letzte Woche betrug die Zahl am Freitag 1036, am Samstag 975 und am Sonntag 822.

Die Kantone meldeten am Montag insgesamt 842 Tote, 57 mehr als am Vortag. Dies ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die sich auf die offiziellen Angaben der Kantone stützt.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab am Montag die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 mit 705 an. Es stützt sich auf Angaben der Laboratorien sowie von Ärztinnen und Ärzten.

Kurzarbeit im Kantonsspital Luzern

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus und um für einen Patientenansturm gewappnet zu sein, schränken Spitäler ihren Betrieb ein. Nach Spitälern in Zug, Uri und Schwyz hat nun auch das Kantonsspital Luzern (Luks) Kurzarbeit für das Personal beantragt.

Von den schweizweit über 22'000 nachgewiesenen Coronainfektionen entfallen auf die sechs Zentralschweizer Kantone gut 1000. Spitalbetten, die etwa zulasten von Wahleingriffen für Corona-Patienten bereitgestellt wurden, sind nicht belegt.

Aufgrund der bundesrätlichen Einschränkungen, gemäss denen alle nicht dringlichen Operationen und Behandlungen untersagt sind, stehen einzelne Abteilungen derzeit praktisch still, wie das Luks am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Man habe daher für einzelne Bereiche Kurzarbeit beantragt.

In Basel-Stadt sterben drei Personen

Der Kanton Basel-Stadt hat am Mittwoch drei weitere Covid-19-Todesfälle vermeldet. Die Zahl der Infizierten nimmt um 21 auf 834 Personen zu.

Die Verstorbenen waren 98, 85 und 83 Jahre alt und gehörten der bekannten Risikogruppe betagter Menschen mit Vorerkrankungen an, wie das Basler Gesundheitsdepartement am Mittwoch mitteilte. Es handelt sich um zwei Frauen und um einen Mann. Die Zahl der Todesfälle im Kanton Basel-Stadt ist damit auf 31 angewachsenen. 535 Personen und damit über 60 Prozent der positiv Getesteten sind wieder genesen.

Nidwalden kauft Material für 130'000 Franken

In Zeiten der Coronapandemie will der Kanton Nidwalden den Nachschub für Schutzmaterial sichern. Um das Gesundheitspersonal langfristig mit genügend Masken, Handschuhen und Co. zu versorgen, hat der Regierungsrat einen Kredit über 130'000 Franken gesprochen.

Das Kantonsspital Nidwalden decke seinen Bedarf solange und soweit möglich selbständig ab. Für die restliche Versorgung der ansässigen Gesundheitseinrichtungen habe der kantonale Führungsstab die Koordination übernommen, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Derzeit seien noch Materialreserven vorhanden. Die Lieferfristen und Preise für Schutzmaterial seien wegen der global hohen Nachfrage aber sehr volatil. Um für eine länger andauernde Pandemie gewappnet zu sein, hat der Regierungsrat einen Kredit von 130'000 Franken für zusätzliches Schutzmaterial bewilligt. Nicht gebrauchtes Material wird nach dem Ende der Pandemie in ein kantonales Lager überführt.

Corona-Spital in Frauenfeld steht leer

In den Thurgauer Spitälern ist die Lage angesichts der Corona-Pandemie ruhig. 30 Personen befinden sich in Spitalpflege, 15 davon auf der Intensivstation. Das alte Kantonsspital in Frauenfeld, das kurzfristig zum Corona-Spital aufgerüstet wurde, steht derzeit leer.

Die Lage in den Spitälern sei «verhältnismässig ruhig», teilten die Regierung und der kantonale Führungsstab am Mittwoch mit. Es gebe keine Engpässe. Bisher wurden im Thurgau 236 Personen positiv getestet. Acht Todesfälle mussten verzeichnet werden.

Nicht gebraucht wurde bisher das alte Bettenhaus des Kantonsspitals Frauenfeld, das mit Hilfe von Armee und Zivilschutz kurzfristig in ein Spital für Coronavirus-Patienten mit 200 Betten umgerüstet wurde. Personal für das Corona-Spital werde bei Bedarf rekrutiert, hiess es auf Anfrage beim Informationsdienst des Kantons.

Die Behörden hatten den geplanten Abbruch des Bettenhauses im März wegen der Coronakrise gestoppt. Das Kantonsspital Frauenfeld hatte zuvor im Februar einen Neubau bezogen.

Schweiz erhält Material aus China


Ab sofort steht der Schweiz «schneller und zuverlässig Material im Kampf gegen das Coronavirus zur Verfügung». Das twitterte Aussenminister Ignazio Cassis am Dienstagabend nach einem Telefongespräch mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi.

Wang Yi habe im Verlauf des rund fünfzigminütigen Gesprächs gesagt, dass für die Cargo-Flüge der Schweiz pragmatische Lösungen gesucht und die Durchführung der Flüge dadurch erleichtert würden, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit. Beide Gesprächspartner seien sich einig gewesen, dass für die Bekämpfung der Epidemie Solidarität und gemeinsames Handeln zwischen den Staaten notwendig seien.

Tessin verzeichnet 13 weitere Todesopfer


Im Kanton Tessin sind in den letzten 24 Stunden erneut 13 Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 60 Personen sind neu positiv auf das Virus getestet worden.
Insgesamt wurden bis Mittwochmorgen im Kanton Tessin 2659 Personen positiv auf das Virus getestet. 420 Personen konnten bisher aus dem Spital entlassen werden. 211 Menschen verloren aufgrund des Coronavirus ihr Leben.

Schaffhausen schliesst Stadtwahrzeichen Munot

Die Stadt Schaffhausen schliesst wegen der Corona-Pandemie ihr Wahrzeichen: Der Munot bleibt ab Donnerstag geschlossen. Diese Massnahme gilt vorerst bis am 19. April, wie es auf der Website des Munot-Vereins heisst.
Mit der Schliessung will die Stadt verhindern, dass sich zu viele Menschen in diesem Ausflugsziel sammeln.

Am vergangenen Wochenende reisten die Ausflügler gleich gruppenweise auf den Munot, um zu picknicken.
«Den Munot vorerst zu schliessen, ist eine gute Lösung», sagte Munotwächterin Karola Lüthi gegenüber den «Schaffhauser Nachrichten» vom Mittwoch. Ob das Wahrzeichen nach dem 19. April wieder geöffnet wird, hängt von den Entscheiden des Bundesrates ab.

Innerrhoden beschränkt Parkplätze beim Alpstein

Die Innerrhoder Behörden wollen über Ostern den Zugang zu Parkplätzen in Wasserauen, Brülisau und Jakobsbad beschränken. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich zu viele Wanderer im Alpstein bewegen. Das vergangene Wochenende hatte besonders viele Wanderer angelockt. Es drohe nun an Ostern eine Überlastung der Parkplätze.

Ab einem Belegungsgrad von 80 Prozent der Parkplätze soll der Zugang eingeschränkt werden. Der Verkehr wird wenn nötig in Steinegg bei Appenzell gestoppt. Dann dürfen nur noch Autofahrer passieren, die für ihre Fahrt einen triftigen Grund angeben können.